Die „Weltwährung“ könnte Bitcoin heißen

Diese Woche schockierte der Internationale Währungsfond einige Analysten mit der Aussage, Amerika sei „nicht mehr auf Platz 1“ im weltweiten Wachstumswettbewerb. Diese Narrative fällt zusammen mit der des letzten G20 Gipfels, denn es schien hier, als wenn die USA sich langsam entfernen und die Tür offen lassen für Länder wie Deutschland oder China, um such zusammenzutun und die Lücke zu füllen.

Wieder einmal ist der IWF dabei, das Bild der scheiternden USA zu pflegen, so wie er auch häufig das Konzept beworben hat, den US Dollar durch eine internationale Weltwährung zu ersetzen. Diese globale Agenda, den Dollar durch die Sonderziehungsrechte im IWF zu ersetzen, hört man häufiger. Oftmals hört man auch, dass der IWF ja eine US-Kontrollierte Organisation sei, die den Amerikaner folgen würde.

Genau das ist aber nicht der Fall, denn der IWF ist, wenn überhaupt, damit beschäftigt internationalen Finanziers mehr Macht zu verschaffen. Die USA halten zwar eine Vetomacht im IWF, die aber wertlos ist – denn der IWF tut weiterhin, was er tut, nämlich den Dollar ersetzen zu wollen und einen globalen wirtschaftlichen Neustart vorzubereiten. Man kann das Ganze gut illustrieren, wenn man die 2009er Vorhersagen von George Soros anschaut, als er voraussagte, dass China die USA als „Weltwirtschaftsmotor“ ersetzen wird.

Der IWF interessiert sich vor allem für die Zentralisierung von Handel zu Regierung in seinen Händen.

Das System der „alten“ Welt, namentlich der Dollar, soll das neue System ermöglichen. Dazu hat der IWF auch viele Unterstützer, wie zum Beispiel das Fed (Federal Reserve). Die Zentralbänker sehen darin eine Chance, ihre Macht zu vergrößern – sie interessieren sich nicht für Länder oder Vler, sondern denken als Agenten größerer Organisationen, wie beispielsweise der Bank für internationalen Zahlungsausgleich.

Diese Agenda kommt jetzt nicht verhüllt daher, denn sie iwrd eigentlich sogar regelmäßig von einigen Mitgliedern besprochen. Zum Beispiel sagte Mohammed El Erian, der ehemalige CEO der Anlagefirma PIMCO (der Fond ist der Anlagearm der Allianz) dass das Konzept, die Sonderziehungsrechte als Weltwährung einzusetzen eine gute Idee wäre, dem weltweiten Wachstum des „Populismus'“ etwas entgegenzusetzen.

Das aller-ehrlichste Zugeben dieser Agenda war allerdings in einem Artikel, der in „The Economist“ im Jahr 1988 erschien, in dem genau ein Zeitplan für den Übergang zu den Sonderziehungsrechten als Weltwährung
vorgestellt wurde. (Der Artikel heißt „Get Ready For The Phoenix„)

Aktuell ist ebendieser Artikel mehr in der Diskussion, denn auf manchen Seiten wird bestritten, dass er jemals existiert habe. Daher für alle nochmals zur Erinnerung: hier ist der Arikel, und ja, es gab ihn – ihn ihm wurde der Zeitplan zur Weltwährung vorgestellt.

Nun könnte man sich ja überlegen, was für Folgen eine Weltwährung haben wird. Einige Kritiker sind der Meinung, dass die Sonderziehungsrechte ja nie den Dollar oder andere Währungen ersetzen könnten, weil sie
niht die Liquitidität haben. Die Frage wäre also,

„Von woher soll die globale Währung denn kommen?“

Und hier ist ist der Knüller, denn die globale Währung gibt es schon längst.

Als der „Economist“ 1988 über die globale Währung schrieb, konnten sie vielleicht noch nicht sich die genaue technische Umsetzung vorstellen. Nun wird zwar in dem Artikel gesprochen von einer Nutzung der Sonderziehungsrechte als Trittbrett zur globalen Währung (im Artikel als „Phönix“ bezeichnet), und auch der Rückgang der Vorherrschaft der USA als Voraussetzung für die Umsetzung der vollständigen Zentralisierung.

Und genau diese Dinge finden aktuell statt. Einerseits ziehen sich die USA (teilweise) zurück, und andererseits steigt das Sonderziehungsrecht als Lücke auf, um den Dollar als Weltwährung zu ersetzen.
Aber die Währung selber ist ja ein schwierigeres Konzept. Das Sonderziehungsrecht ist ein Rahmenwerk, welches in verschiedenen Nationen anerkannt wird und so dem IWF die notwendige Durchsetzungsfähigkeit verschafft.
So können Zentralbankzinsen und Austauschraten festgelegt werden. Andererseits ist aber noch die Frage, mit was man tagtäglich zahlen soll – was werden normale Menschen als Handels- und Recheneinheit verwenden und
wie kann die monetäre Unterwerfung voranschreiten?

Kryptowährungen und die Blockchain sind hier die Antwort.

Als der „Economist“ seine Voraussagen machte, da war das nicht eine Wette – es war ein Ansage, eine selbst-erfüllende Prophezeihung. Das soll nicht heißen, dass die neue Währung sich in einem offensichtlichen, offenen Weg entwickeln wird. Tatsächlich können Kryptowährungen eben auch für solche Zwecke eingesetzt werden.

Wenn wir uns an die Jahre 2007/2008 zurückerinnern, dann haben diese Jahre ja gezeigt, wie sehr weltweite Zwischenabhängigkeiten und Globalisierung uns geschwächt haben. Das ist das Opfer, welches die
Zentralbanken darbringen wollen, denn durch Kredit und Derivate und die daraus folgenden Kräche können immer extremere Handlungen durchgesetzt werden (Nullzinspolitik?). Diese Politiken werden überhaupt nichts
helfen um die Wirtschaft zu stützen, aber sie werden unsere eigenen Währungen weiter schwächen und immer neue Schuldennetzwerke entstehen lassen. Die Bühne ist bereit für eine neue Politik, in der immer größere Krisen
immer mehr abverlangen werden, und in denen zunehmend die Forderung nach einer zentralen Währung aufkommen wird, genauso wie nach einer zentralen Stelle als Aufsichtsbehörde.

Die SEC ist die Aufsichtsbehörde der USA

Währungen wir Bitcoin sind dabei ja ursprünglich von „Freiheitsaktivisten“ und anderen geschaffen worden, die sich eigentlich Freiheit von der Zentralbank gewünscht hatten (man siehe auch das ursprüngliche Bitcoin Paper).
So möchten sich Menschen aus dem von Zentralbanken geschaffenen Chaos künstlicher Inflation und Umschwüngen entfernen, und Tauschhandel als alternative Methode zum „Fiat“ Geld einzusetzen. Das war die Geburtstunde des alternativen Markts.

Das dies nicht gutgehen kann, ist den Globalisten klar.

Denn wenn Bitcoin und alternative Währungen an Fahrt gewinnen würden, wäre es eine Dezentralisierung des Gelds – genau das Gegenteil wollen die Globalisten. Um dies zu stoppen, kann man nicht Bitcoin verbieten; alternativ aber kann man versuchen es zum eigenen Nutzen umzumünzen.

Aus dem Nichts war Bitcoin erschienen und von einem „Krypto-Magier“ namens Satoshi Nakamoto in einem Aufsatz dargestellt worden – wahrscheinlich ist der Name stellvertretend für eine Gruppe, die wir nicht kennen.
Man soll einfach daran glauben, dass die NSA nicht dahintersteckt. Schließlich scheint Bitcoin fast unfehlbar – eine perfekte Gegenmaßnahme zu einer monetären Welt, in der noch einzelne Zentralbanken bestimmen können. Vielen Anarchisten gefällt dieser Gedanke – schließlich scheint diese Graswurzelbewegung aus Bitcoin und Blockchain langsam im Mainstream anzukommen. Immer mehr werden Dollar nicht mehr in Gold oder Silber getauscht, sondern in digitale Güter wie Bitcoin.

Auch wenn manche noch nicht überzeugt sind und dem Ganzen sogar noch etwas verdächtiges unterstellen, muss man sagen dass dieses Auftauchen im Mainstream, das Etablieren hautpsächlich von den Medien vorangetrieben wurde. Das Sprichwort sagt ja, dass wenn eine Revolution stattfindet, wird sie nicht übertragen – und im Falle von Bitcoin ist das Gegenteil der Fall.

Außerdem steigen alle internationalen Banken in Blockchain Technologien und Kryptowährungen ein und stellen ihre Geschäftsmodelle um – selbst Firmen wie Goldmann Sachs. Hier wird Blockchain sogar als die „neue
Technologie des Vertrauens“ bezeichnet. Die Bewertungen der Bank bezüglich Blockchain sagen einiges aus, denn sie sind überschwänglich gut.

Am besten gefällt Goldmann Sachs dabei die Tatsache, dass jede Transaktion nachvollziehbat ist und abgespeichert wird im Bitcoin „Ledger“.

Nun war jahrelang der wichtigste Verkaufsargument von Bitcoin die „Anonymität„. Es ist verwunderlich dass so viele Menschen in der „Freiheits“ – Bewegung diese Tatsache übersehen haben. Mittlerweile sollte ja
spätestens nach den Enthüllungen von Edward Snwoden jedem bekannt sein, dass in dieser digitalen Welt „nichts anonym“ ist.Selbst in Bitcoin kam es so zu einigen Festnahmen, als das FBI beschlossen hatte, diese
Personen zu finden. Tatsächlich können die Behörden, wenn sie wollen, jede Transaktion aufdecken.

Der Ledger ist eine Aufzeichnung aller Transaktionen, und ist Kern der Blockchain. Beispielbild von BBC.

Das frühe Versprechen vollkommener Anonymität ist eine Lüge.

Denn nur so haben wir den Grund, warum Zentralbänker und internationale Finanzkonglomerate in Bitcoin aufsteigen, als wenn es der neueste Blue Chip wäre. In einem Handelssystem,in dem von vorne bis hinten alle Transaktionen nachvollzogen werden können und alles öffentlich ist – der Blockchain – eröffnen sich neue Dimensionen. Nun mag Anonymität nichts sein, was „normale“ bürger allzu sehr bewegt, aber wenn man diese Eigenschaft kombiniert mit der Lust von Regierungen, mit Korruption und Umverteilung zu konfiszieren und festzunehmen?

Die Abschaffung der Privatspähre ist der Quantensprung der monetären Zentralisierung und Kryptowährungen ermöglichen dies auf einfache Weise. Auch wird dieser vollständige Verlust komplett rationalisiert – denn ohne
„Transparenz“ funktioniert die Blockchain nicht richtig. Das macht die Blockchain anders als alle bisher bekannten Handelssysteme. Mit der Blockchain ist volle Nachverfolgung aller Transaktionen möglich, denn es ist sogar ein Teil des Systems.

Auch wenn man eigentlich denken sollte, dass Kryptowährungen Freiheit und Dezentralisierung repräsentieren, institutionalisieren sie doch das Gegenteil. Deswegen wird soviel Kapitel in Blockchain Entwicklungen
gesteckt – die Blockchain hat das Potenzial, für die „neue Weltordnung“ die technologische Basis zu sein.

Andererseits hat Krypto eben auch das Potenzial, Fiat Währungen einzuschränken. So ist es zwar möglich, Kryptowährungen aus dem Nichts zu erschaffen. Tatsächlich wird der Markt sich natürlich auch in Vergleichen wie
„Ethereum oder Bitcoin?“ orientieren – und wir wissen nichts über die Hintergründe. Kryptowährungen basieren ausnahmslos auf Vertrauen in die Marktstärke und sind in dieser Hinsicht wie Fiat-Währungen.

Wohin wird dies führen? Wenn Ethereum Bitcoin ersetzen wird so wie FaceBook MySpace ersetzt hat, wie soll dann Stabilität im Kryptomarkt entstehen? Durch die Macht der Regierung und die Deckung internationaler
Banken. Das Kryptowährungssystem, welches Banken decken oder erschaffen werden wird die anderen Kryptowährungen zumindest angreifen. Die Wahrnehmung alleine wird entscheiden, wer gewinnt: institutionelle Macht schlägt oftmals Wahrnehmung.

So ist es vorstellbar, dass die wilden Ideen des „Economist“ tatsächlich bald wahr werden und direkt vor unserer Nase kommen werden. Die Blockchain „ändert die Welt“. Nur kann es sein, dass die Bankeneliten, die mit
dieser Technologie abgeschafft werden sollten, anstelle dessen sich ihrer habhaft machen. Die zukünftige Reservewährung der Welt wird eine digital-blockchain basierte Währung sein.

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