Am Scheideweg: Die „harte Gabelung“ – der „hard fork“

Heute ist das Thema wie Kryptowährungen und blockchain basierte Anwendungen Vorteile als Finanzanlagen haben, aber auch warum Gold noch immer wichtig ist.

Ein zentrales Thema ist dabei die Skalierungsdebatte zusätzlich zur Beobachtung, dass Netzwerkteilungen Verwirrung erzeugen und für die Marke nicht unbedingt gut sind. Bei BitCoin Cash ist dies nicht so sehr ein Thema, und die Debatte wer jetzt der „Alt-Coin“ und wer das Original ist, wird nicht so groß werden. Obwohl diese Debatte vielen Leuten – Bitcoin Besitzern – nicht gefiel, ist sie doch auch eine der größten Stärken von Bitcoin.

Heute habe ich dazu einen Tweet gelesen, der einfach und präzise die Dinge zusammenfasste:

 

(Ich möchte gerne BCC danken, dass sie indirekt alle BTC Börsen geprüft haben auf tatsächliche BTC Bestände.)

Der Kommentar bezieht sich auf die mangelhafte Unterstützung, die Bitcoin von den großen Wallet / Geldbeutel Anbietern (Coinbase, Bitstamp) bekommen hat.

Im Zuge dessen haben einige ihre Coins von den Börsen abgezogen, um BCC (Bitcoin Cash) beziehen zu können.

Das ist das selbe wie ein Sturm auf die Bank, in Rahmen dessen es ruchbar wird ob eine Bank mit den Wertgegenständen der Kunden „gespielt“ hat. Ein Bitcoin Besitzer kann seine Mittel ja grundsätzlich viel einfacher vom Konto abziehen und einen Abzug veranlassen, was bei Gold und Fiat -Geld (Sichtwort Zypern) teilweise viel schwieriger ist. Tatsächlich hat man, solange man die privaten Schlüssel des Bitcoin hält, im Grunde eine Art Gold oder Silber im Besitz. Es ist wie die Goldfreunde zu sagen pflegen, „wer es nicht hat, dem gehört es nicht“.

Das macht auch eine Goldbasierte Digitale Währung eher unattraktiv, schließlich hält das Gold jemand anderes. Bei Bitcoin hält man eigene private Schlüssel, und hat so nicht nur den Besitz sondern kann auch die Transaktion umsetzen. Gold kann diesen Wettbewerbsvorteil nicht aufholen, denn man muss es irgendwo lagern und so der anderen Seite vertrauen. Diese Partei muss ehrlich und vertrauenswürdig sein. Bei Bitcoin ist dieser Schritt nicht
notwendig.

Wenn alternativ jetzt Russland, China und andere eine goldbasierte Währung starten würden, dann müsste man ihnen darauf vertrauen, dass Gold zu halten. Da Regierungen dauernd wechseln und nicht unbedingt
vertrauenswürdiger werden, halte ich dies für zweifelhaft.

Bitcoin ist kein Ersatz für Gold

Nun sollte man Bitcoin deswegen nicht als Ersatz für Gold verwechseln, und ich denke nicht dass Bitcoin Gold irrelevant machen wird nur weil jetzt Kryptowährungen modern sind. Wenn ich das denken würde, würde ich nicht selber Gold haben. In einer Wirtschaftskrise wird Gold immer einen bestimmten Ruf und Wert behalten. Gleichfalls werden sich nicht alle einfach so Kryptowährungen kaufen. Man sollte also nicht „Entweder/Oder“ sein, wenn es um Gold geht.

Gold hat Vorteile, die Bitcoin nie übertreffen kann, wie zum Beispiel eine Geschichte von über 1.000 Jahren und eine echte Unfälschbarkeit.

Andererseits hat Bitcoin auch Vorteile, die Gold nie überwinden kann. Einer davon ist, dass es eine einfach umwandelbare Anlage ist, die null Ausfallrisiko hat. Große Mengen an Bitcoin zu bewegen ist viel leichter als
große Mengen an Gold, und das ist auch vorteilhaft. Gold körperlich von A zu B zu transportieren ist doch ganz schön aufwendig. Bei Bitcoin ist es zeimlich einfach.

Zusammenfassend würde ich sagen, dass man Gold und Bitcoin trennen sollte, und beide sollten in einem Wertpapier/Anlageportfolie vorhanden sein. Eins wurde von Menschen geschaffen, das andere nicht.
Man kann sowohl Werte schaffen also auch Werte aufbewahren (oder weitergeben). Beides sind Eigenschaften, die essentiell für die menschliche Entwicklung sind.

Gold und Kryptowährungen sind also ergänzend, nicht ausschließend.

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