Warum Regierungen Kryptowährungen nicht gut finden

Die derzeit laufenden Veränderungen im Geldbereich sind für die Regierung keine gute Sache. Schließlich kann sie nur gering mit der Entwicklungsgeschwindigkeit mithalten, die Entwickler der Krypto-Währungen vorlegen. Innovation wird sich immer um das Umgehen von Regulierung drehen – was dazu führte, dass mehr Regulierung eingeführt wird, die die Kreativen wieder umgehen wollen. Diese Überregulierung sehen wir überall in den USA und in Europa.

Nichts erschreckt die Regierung mehr als Dinge die sie nicht kontrollieren kann. Die Regulierungsbehörde der USA, das SEC, enthüllte diese Woche genau diese Aussage. Wenn noch mehr Leute anfangen, sich mit einer Kryptowährung aus dem Geldmarkt zu verabschieden, dann werden die Bürokraten in der Regierung sich fragen müssen, wie es weitergehen soll. Wie sollten Steuern und Abgaben erhoben werden, damit die Regierung
weitere Kriege oder ihre Umvolkungspolitik bezahlen kann, wenn die Bevölkerung frei handeln kann?

Daher hat sich in den USA das SEC die neuen Coins genauer angeschaut, die im Rahmen sogenannter ICOs angeboten werden.

Diese sind in den letzen Jahren sehr berühmt geworden, haben sie sich doch als Weg etabliert, mit dem Start Ups sich finanzieren können, indem sie digitale Token / Bons als Kryptowährung herausgeben. Alle operieren auf einer Blockchain, dem dezentralen Ledger der öffentlichen und zeitlich nachvollziehbar aufgezeichneten Transaktionen. Investopedia gibt einen detaillierten Aufschluss darüber, wie ICOs funktionieren. Auch der Autor Andreas Antnopoulos liefert einen guten Überblick.

Nun kam mit dem Aufkommen des ICO ein ganz neuer Markt – einer, in dem viel Geld herumfließt, dass die Regierungen nicht einfach nehmen können. Das erregte natürlich Aufmerksamkeit, sodass die SEC am 25.7 einen Bericht veröffentlichte, der unter dem Absatz 21(a) des „Securities Exchange Act“ von 1934 steht. Gesondert betrachtet wurde dabei die DAO (Distributed Autonomous Organization), die einen Rekord für die gößte Schwarmfinanzierung der Geschichte aufstellte als sie 2016 150 Millionen Dollar hob. Die SEC schreibt: (Originaltext weiter unten)

„Die Kommission wandte auf dieses Paradigma die vorhandenen Bundeswertpapiergesetze an als sie DAO Token als Wertpapiert bezeichnete. Die Kommission betonte, dass Personen, welche in den USA Wertpapiere anbieten und verkaufen gehalten sind die Bundesgesetze einzuhalten, egal ob diese Wertpapiere mit virtuellen Währungen bezahlt werden oder mit Blockchain Technologie verteilt werden“

Amy Yang, Anwältin für Schwarmfinanzierungen, erklärt hier:

„Dies bedeutet, dass die US Wertpapiergesetze auch für ICOs möglicherweise anwendbar sind. Wenn wir möglicherweise sagen, meinen wir genau das – manchmal werden die Wertpapiergesetze gelten und manchmal nicht. Es hängt vom ICO ab.“

Nun bedeutet dies dass die Regierung möglicherweise Kryptowährungen regulieren will. Auf Twitter meinte die Blockchain Expertin Elaine Ou, dass ICOs „nicht verfolgbar, international, ohne zentral Aufsicht sind und Mittel nicht festgesetzt werden können. Die SEC Warnung ist daher bestenfalls eine Werbung für ICOs“.

Auch weiterhin kann die Regierung zu Waffen wie Beschlagnahmung, Regulierung und Abschaltung von Anbietern greifen. Aber die Kreativität und Widerstandfähigkeit der Menschen wird die Regierungen weiterhin herausfordern.

“The Commission applied existing U.S. federal securities laws to this new paradigm, determining that DAO Tokens were securities. The Commission stressed that those who offer and sell securities in the U.S. are required to comply with federal securities laws, regardless of whether those securities are purchased with virtual currencies or distributed with blockchain technology.”

2 Kommentare

  1. Ich bin sehr gespannt, wie sich das Thema Krytowährung noch entwickeln wird und wie die Regierungen sich diesem Thema anspassen werden oder entsprechend handeln. Da wird ganz sicher noch einiges passieren.

Kommentar verfassen